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Uedorf votiert für Wechsel - Bornheimer Wasser-Bürgerentscheid scheitert am Quorum

Die Bürger haben entschieden - allerdings bleibt die Abstimmung ein Muster ohne oder zumindest mit wenig Wert. Nach jahrelangem Streit in den politischen Gremien waren die Bornheimer Bürger am Sonntag zum Bürgerentscheid zur Trinkwasserversorgung in Bornheim aufgerufen.

Die Zahlen aus Uedorf lagen rasch vor: Mit einer für einen Bürgerentscheid beeindruckenden Wahlbeteiligung von 46,5 Prozent votierten die Uedorfer Wahlberechtigten mit 173 Nein-Stimmen gegenüber 144 Ja-Stimmen für einen Wechsel des Trinkwasserversorgers.

Es begann die Zeit des Wartens und des Zitterns, bis der Bürgermeister um 19:50 das vorläufige Endergebnis verkündete. Die Wahlbeteiligung in den anderen Bornheimer Orten war offenbar geringer: 7046 Ja-Stimmen für das Beibehalten der bisherigen Wasserversorgung stehen 7247 Nein-Stimmen der Bürger, die Wahnbachtalsperrenwasser wünschen, gegenüber. Problem: Das erforderliche Quorum von 7885 wurde von keiner der beiden Seiten erreicht, so dass Politik und Verwaltung das Votum nicht als bindend ansehen müssen.

Das Gezerre um die künftige Wasserversorgung in Bornheim dürfte also in die nächste Runde gehen. Die Befürworter des Wechsel jedenfalls dürften die Mehrheit der Nein-Stimmen wohl als Etappen-Sieg feiern.

Bürger entscheiden über die zukünftige Trinkwasserversorgung
Mit einem Bürgerentscheid soll die jahrelang andauernde Diskussion um die Herkunft des Bornheimer Trinkwassers geklärt werden.